Unsere Buchtipps

Augustin Martinez: Monteperdido - Das Dorf der verschwundenen Mädchen

Fischer Taschenbuch, 496 S., 14,99 €

Ein Kriminalroman über zwei elfjährige Mädchen, die spurlos verschwunden sind. Nach 5 Jahren taucht ein Mädchen im Zusammenhang mit einem Autounfall wieder auf. Die Suche nach dem zweiten Mädchen beginnt. Eine junge Kommissarin und ihr Kollege aus Madrid sollen mit Hilfe der örtlichen Polizei Licht ins Dunkel bringen.Die einheimische Dorfgemeinschaft ist eine verschworene Gemeinschaft und die Kommissare tun sich schwer auf der Suche nach dem zweiten noch verschwundenen Mädchen (lebt sie noch?)  und dem Täter. Wer sagt die Wahrheit, was ist damals passiert. Wie sind die Zusammenhänge zwischen den Dorfbewohnern?Spannend mit vielen Wendungen und düsterem Hintergrund.

Rezension von Helga Böttinger

 

 

Mark Lamprell - Via dell`Amore - Jede Liebe führt nach Rom

Blanvalet Verl., 320 S., 14,99 €

Eine junge Frau, ein seit Jahren verheiratetes Ehepaar und zwei ältere Damen landen aus den verschiedensten Gründen in der Stadt der Liebe: Rom.

Bei allen ergeben sich Begebenheiten oder Zufälle, mit denen sie nicht gerechnet haben und ihr Leben zum Teil total umkrempelt. Letztlich will es der Zufall, daß ihre Geschichten sie alle ins gleiche Hotel führt.

Ich finde, ein kurzweiliges und unterhaltsames Buch.

 

Rezension von Helga Böttinger

 

 

 

Amy Liptrot: Nachtlichter

btb Verl., 328 S., 18,00 €

Nach der Beschreibung auf dem Umschlag hatte  ich ein Buch über Alkoholsucht und den langen Weg aus der Sucht mit Hilfe der Natur der Orkneyinseln erwartet.

Zunächst schreibt die Autorin - wie erwartet - über ihre alkoholischen Exzesse, wie schlimm sie sich dabei fühlt usw.

Sie erkennt, dass sie zugrunde geht, wenn sie so weiterlebt. Der Einstieg zum Ausstieg gelingt ihr mit Hilfe der anonymen Alkoholiker, deren Programm sie jedoch  nicht einfach so für sich übernehmen will. Sie bricht das Programm für sich erst einmal ab und beschließt von London wieder auf die Inseln ihrer Kindheit, die Orkneyinseln, zurückzukehren.

Dann folgen Beschreibungen von der Schönheit und zugleich Rauheit der unbändigen Natur auf diesen Inseln, die unzähligen Wetterphänome, verschiedene Polarlichter und  vieles vieles mehr. Irgendwann hatte ich das Gefühl einen Reiseführer über diese Inseln mit sämtlichen geschichtsträchtigen Ereignissen und jeweiligen dazugehörigen Daten, Sehenswürdigkeiten, Sagen, Legenden, Gepflogenheiten der Bewohner und Besonderheiten der Tierwelt,, wie viele von welchen Tieren dort leben, usw.,  zu lesen.

Sie versucht in der abgeschiedenen rauen Inselnatur die Punkte der AA für sich umzusetzen, in dem sie lange Spaziergänge, Tierbeobachtungen und Nachtwanderungen und viel im Meer schwimmen geht; was ihr auch gelingt und sie merkt, wie gut ihr die Natur tut und schließlich, wie viel wohler sie sich fühlt - auch ohne Alkohol.

 

Rezension von Helga Böttinger

 

 

 

Melinda Salisbury: Goddess of Poison – Tödliche Berührung

Bloomoon Verlag, 348 S., 17,99 €

 

Das Buch erzählt die Geschichte eines Mädchens, dass aus ihrem Leben gerissen und in das von Intrigen geprägte Leben eines Hofstaats geworfen wird. Während des gesamten Buches findet ein Aufdeckungsprozess statt, der zu Beginn des Buches in dem Maß nicht abzusehen war. Das Erwachsenwerden und sich selbst finden macht die Protagonistin sympathisch. Spannend wird die Geschichte durch die unklare Einteilung der Personen in Gut und Böse, die erst nach und nach erkannt werden kann, da die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird und der Leser mit der Protagonistin Twylla mitlernt. Ein sehr schönes Detail, das in die Geschichte, die nicht in der realen Welt spielt, eingeflochten ist, sind die Märchen „Dornröschen“ und „Der Rattenfänger“. Ein offenes Ende ermöglicht eine Fortsetzung, wobei diese nicht zwingend notwendig ist. Lesenswert für Personen, denen zum Beispiel „Die rote Königin“ von Victoria Aveyard gefallen hat.

 

Rezension von Laura Rau

 

 

 

 

Catherine Bennetto: Und jetzt auch noch Liebe

Aufbau Taschenbuch, 464 S., 12,99 €

 

Eine urkomische Geschichte über eine Frau, die ihr Leben in wenigen Monaten komplett umkrempeln muss. Sehr lustig, auch die Nebenpersonen sind so kurios lustig, dass man sie einfach lieben muss. Ich habe schon sehr lange nicht mehr so über ein Buch lachen können. Sehr detailreich und etwas kompliziert geschrieben, deshalb kann es nicht einfach an einem Abend durchgelesen werden. Das macht aber auch den Charme der Geschichte aus, die immer wieder eine neue Überraschung bereit hält, mit der so nicht gerechnet wurde.

  

Rezension von Laura Rau 

 

 

 

Isabelle Ronin: Du bist mein Feuer

MIRA Taschenbuch, 624 S., 12.99 €

Eine schöne Liebesgeschichte zweier junger Menschen, die aus unterschiedlichsten Welten stammen. Die Geschichte wird aus der Sichtweise beider Personen erzählt, was einen guten Einblick in das zum Teil sehr komplizierte Innenleben der zwei sehr sympathischen Protagonisten ermöglicht. Auch die Nebenpersonen sind in ihrer Einzigartigkeit sehr lustig und liebevoll beschrieben. Über ihre Geschichten könnte definitiv ein weiteres Buch geschrieben werden. Die Geschichte bleibt bis zum Ende spannend, trotz des sich abzeichnenden Happy-Ends. Ursache hierfür sind immer neue Wendungen und Intrigen die sich über das gesamte Buch verteilen. Insgesamt ein sehr gutes Buch, es hat mir persönlich beispielsweise besser gefallen, als die „After …“-Reihe von Anna Todd

Rezension von Laura Rau

 

 

Robert Wilson - Die Charles Boxer Romane

 

 

Die Thriller-Reihe um Charles Boxer, den Berater für Kidnapping-Opfer, ist mit das beste was ich in den vergangenen Jahren im Bereich der Spannungsliteratur gelesen habe.

Bestückt mit fein gezeichneten Figuren, wendungsreichen, rasanten und herausragend konstruierten Stories, bieten diese Romane alles, was das Herz des Krimilesers begehrt.

 

Die Reihe umfasst bis jetzt 4 Bände, die in folgender Reihenfolge stehen:  

 

Stirb für mich,  Goldmann, 544 S.  9,99 €

Ihr findet mich nie, Goldmann, 480 S.  9,99 €

Die Stunde der Entführer, Goldmann, 480 S.  16,99 €

Wer Lügen sät, Goldmann, 448 S.   15,00 €

 

 Rezension von Volker Rückle

 

  

 

 

Fiona Cummins: Der Knochensammler - Die Ernte

Thriller   Fischer Scherz Verlag   480 S.  14,99 €

 

Tja, ich finde das Buch schon etwas heftig. Die Geschichte wird von Anfang an so aufgebaut, dass man als Leser weiss, was der Täter mit seinen Opfern (zwei Kinder, die schon durch gesundheitliche Behinderungen ein schweres Los haben) verstörend Schreckliches plant und liest gleichzeitig, wie die Opfer und ihre Familien völlig  ahnungslos in ihr Unglück laufen.

Außerdem wird  das Bemühen einer jungen engagierten Polizistin erzählt, die alles daran setzt, den Täter zu finden und die Opfer zu retten sowie  einen früheren Fall mit gleichem Tatmuster aufzuklären.

 

Spannend - vor allem gegen Ende fand ich die Spannung kaum auszuhalten und es endet  etwas anders, als ich erwartet hätte.

Rezension von Helga Böttinger

 

 

Louise Miller - Die Zutaten zum Glück

Roman Insel Verlag  408 S.  14,95 €


Eine junge Frau beschreibt ihren Alltag als Patissiere mit Mißgeschick im Job, alles von jetzt auf nachher stehen lassen und Neuanfang am Wohnort ihrer Freundin. Sie findet dort einen neuen Job in einem altmodischen Lokal, macht Bekanntschaft mit den dortigen Einwohnern und insbesondere der Familie ihres späteren Freundes.

 

Die Geschichte plätschert so vor sich hin, kommt mir vor wie ein Schulaufsatz.

 

Rezension von Helga Böttinger

 

 

 

Karen Dionne: Die Moortochter

Psychothriller Goldmann Verlag 384 S. 12,99 €

  

Die Tochter beschreibt im Wechsel ihr Leben (Kindheit) mit ihrer vom Vater entführten Mutter in der einsamen Wildnis und ihr heutiges Leben in der "Zivilisation" und ihr schwieriger Weg dahin. Dann holt sie die Vergangenheit wieder ein, als ihr im Gefängnis sitzender Vater ausbricht und wieder in ihr Leben tritt.

Die Geschichte zieht einen in den Bann, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen will.

  

Rezension von Helga Böttinger

  

Erscheint laut Verlag am 24.07.2017

 

  

  

Kathy MacMillan: Feuer und Feder

Fantasy-Roman ab 14  Beltz Verlag 496 S. 18,95 € 

Eine schöne, aber etwas komplexe Geschichte einer Sklavin (Raisa), die in einer vermutlich fiktiven Welt das Privileg erhält Lesen und Schreiben zu lernen. Sie gerät in einen großen Loyalitätskonflikt zwischen der Zugehörigkeit zu den Sklaven und dem Wunsch diesen zu helfen und dem Prinzen, in den sie sich verliebt. Sehr schön beschrieben ist, wie sie nur langsam herausfindet, wie viele Lügen und Geheimnisse beide Seiten vor ihr haben, auch dem Leser ist lange Zeit nicht klar wer eigentlich „der Böse“ ist, da jede Seite grausame Dinge tut, auch wenn diese der Situation geschuldet ist.
Ein liebevoll gestaltetes Detail zu Beginn jedes Kapitels ist die Geschichte der Götter, an die die Menschen in dieser Welt glauben. Stück für Stück erfährt man ein weiteres Detail über deren Geschichte. Eigentlich ist es eine weitere Geschichte, die unabhängig von Raisas, erzählt wird. Am Ende werden die beiden Geschichten miteinander verbunden, was mich sehr überrascht hat und der am Ende erwartete „Showdown“ dann doch etwas anders gestaltet wird als der Leser es erwartet.
Sehr ausführlich beschrieben werden die unterschiedlichen Schriftsysteme, der Arnath (Sklaven), die dieses in ihrer Sklaverei nicht mehr benutzten dürfen und können und der Quilaren (Herrscher). Die Schrift der Arnath ist eine Lautschrift, wohingegen die der Quliaren eine Zeichenschrift ist (jedes Wort hat sein eigenes Zeichen).
Positiv finde ich auch, dass die Liebesgeschichte von Raisa und dem Prinzen Mati sehr gut in die Geschichte eingebaut ist. Sie dominiert die Geschichte nicht, geht aber auch nicht unter.
Nach dem vollständigen Lesen des Buches tendiere ich momentan dazu, dass das Buch in einer fiktiven Welt spielt, hundertprozentig sicher bin ich mir aber nicht. Die Ortsnamen mir völlig unbekannt, da aber keinerlei Vorgeschichte beschrieben wird (wie z.B. in den Slection Büchern von Kiera Cass) kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Geschichte in einer Zukunft spielt, in der der technologische Fortschritt vollständig verschwunden und sämtliche demokratischen Werte, sowie Menschenrechte verloren gegangen sind und erst wieder hergestellt werden müssen.

 

Rezension von Laura Rau

  

  

 

Derek Landy: Demon Road – Hölle und Highway

Grusel-Roman ab 14   Loewe Verlag  480 S.  19,95 €

Die drei Hauptpersonen der Geschichte sind sehr sympathisch und in ihrer Unterschiedlichkeit ein sehr lustiger zusammengewürfelter Haufen. Dementsprechend lustig sind die Dialoge, die stattfinden, was allerdings das einzig lustige am gesamten Buch ist.
Insgesamt ist es sehr düster, teilweise gruselig und voll mit detaillierten Beschreibungen vom Tod diverser Fantasiegestalten. Es kommen insgesamt sehr viele unterschiedliche Charaktere, die den unterschiedlichsten Fantasywesen entsprechen. Allerdings wird wenig erklärt, was auf der einen Seite sehr realistisch ist, da auch die Hauptperson Amber nichts über die Welt weiß in der sie sich plötzlich befindet. Auf der anderen Seite macht es das Lesen sehr anstrengend, ich persönlich konnte nicht auf mein bisheriges Wissen aus anderen Büchern zurückgreifen, weil es absolut nichts mit dem zu tun hat. Auch die Anzahl der Personen, die im Buch vorkommen hat mich massiv gestört, es wurde immer wieder Bezug zu Ihnen genommen, ich konnte mich aber oft schon nicht mehr daran erinnern, wer die Personen waren. Ich persönlich würde den zweiten Teil nicht lesen.
Für Personen, die komplexe, düstere, gruselige Geschichten mögen und mehr Fantasybücher in dieser Richtung gelesen haben ist es vielleicht etwas. Ein typisches Fantasybuch für Mädchen im Teanageralter im Sinne von Twilight, House of Night, die Arkadienbücher von Kai Meyer oder die Bücher von Nina Blazon (Faunblut, Ascheherz), die mir persönlich sehr gut gefallen haben, ist es aber definitiv nicht.

Rezension von Laura Rau

 

 

 

Janet Clark: Ewig Dein – Deathline

Romantic Fantasy Roman ab 13   cbj Verlag    400 S.   16,99 €

Die sympathische Hauptdarstellerin Josie erzählt aus ihrer Sicht, wie sie nach dem Tod ihrer Mutter versucht ihr Leben innerhalb ihrer zerbrochenen Familie weiterzuleben. Die Geschichte, die sehr realistisch beginnt verwandelt sich bald in einen Fantasy-Roman, als Ray auftaucht, ein Mitglied des Indianerstamms, der in der Nähe von Josies Ranch lebt. Der Stamm an sich wird schon als sehr mysteriös beschrieben. Die von den Indianern erzählten Legenden (die sich im Buch als tatsächlich wahr herausstellen) erinnern an die Legenden der Quileute – Indianer aus der Twilight-Serie, auch wenn sie einen vollständig anderen Inhalt haben.
Im Lauf des Buches wird erkennbar, dass es kein Happy End für Josie und Ray geben wird, entgegen dem was ich nach dem Lesen des Buchrückens erwartet habe. Das Ende des Buches stellt keinen richtigen Abschluss dar, sodass ich es für möglich halte, dass Josies Geschichte in einem weiteren Buch fortgeführt wird.

Rezension von Laura Rau