Unsere Buchtipps

Bill Bryson: "It´s teatime, my dear"

Goldmann Verlag, Taschenbuch, 480 S., 10,00 €

Nach 20 Jahren schreibt der Autor von "Reif für die Insel" wieder einen kritischen Reisebericht über England. Der Weg führt diesmal vom äußersten Süden in den hohen Norden. Der Leser wird mitgenommen auf große und kleine Ausflüge, in viele Museen und Ausstellungen, in Pubs und Läden und zu den diversen Veränderungen im Vergleich zu seiner ersten Reise.

Interessant und amüsant, nicht nur für Great Britain-Fans.

Rezension von G. Würfele

 

 

 

Mariana Leky: "Was man von hier aus sehen kann"

Dumont Verlag, gebunden, 320 S., 20,00 €

Immer wenn die alte Selma von einem Okapi träumt, stirbt jemand aus dem Dorf im Westerwald. Aber vorher gibt es noch das Großreinemachen: Alte Sünden werden gebeichtet und jahrzehntealte heimliche Lieben gestanden. An skurrilen Charakteren fehlt es nicht.

Ein liebenswertes, humorvolles Buch.

Rezension von G. Würfele

 

 

 

Fernando Aramburu: "Patria"

Rowohlt Verlag, gebunden, 768 Seiten, 25,00 €

ein Buch über das Baskenland und seine Bewohner (fleißig, stolz, urwüchsig) und die ETA, über manipulierte Jugendliche, ermordete Ehemänner/Väter/Söhne, über Patrioten und Aktivisten, und wie Terrorismus eine Gesellschaft spalten kann. Befreundete Nachbarn sind sich plötzlich spinnefeind. Großes Leid in Opfer-, sowie Täterfamilien. Knappe, ehrliche Dialoge.

Ein starker Roman.

Rezension von G. Würfele

 

 

 

Augustin Martinez: Monteperdido - Das Dorf der verschwundenen Mädchen

Fischer Taschenbuch, 496 S., 14,99 €

Ein Kriminalroman über zwei elfjährige Mädchen, die spurlos verschwunden sind. Nach 5 Jahren taucht ein Mädchen im Zusammenhang mit einem Autounfall wieder auf. Die Suche nach dem zweiten Mädchen beginnt. Eine junge Kommissarin und ihr Kollege aus Madrid sollen mit Hilfe der örtlichen Polizei Licht ins Dunkel bringen.Die einheimische Dorfgemeinschaft ist eine verschworene Gemeinschaft und die Kommissare tun sich schwer auf der Suche nach dem zweiten noch verschwundenen Mädchen (lebt sie noch?)  und dem Täter. Wer sagt die Wahrheit, was ist damals passiert. Wie sind die Zusammenhänge zwischen den Dorfbewohnern?Spannend mit vielen Wendungen und düsterem Hintergrund.

Rezension von Helga Böttinger

 

 

Mark Lamprell - Via dell`Amore - Jede Liebe führt nach Rom

Blanvalet Verl., 320 S., 14,99 €

Eine junge Frau, ein seit Jahren verheiratetes Ehepaar und zwei ältere Damen landen aus den verschiedensten Gründen in der Stadt der Liebe: Rom.

Bei allen ergeben sich Begebenheiten oder Zufälle, mit denen sie nicht gerechnet haben und ihr Leben zum Teil total umkrempelt. Letztlich will es der Zufall, daß ihre Geschichten sie alle ins gleiche Hotel führt.

Ich finde, ein kurzweiliges und unterhaltsames Buch.

 

Rezension von Helga Böttinger

 

 

 

Amy Liptrot: Nachtlichter

btb Verl., 328 S., 18,00 €

Nach der Beschreibung auf dem Umschlag hatte  ich ein Buch über Alkoholsucht und den langen Weg aus der Sucht mit Hilfe der Natur der Orkneyinseln erwartet.

Zunächst schreibt die Autorin - wie erwartet - über ihre alkoholischen Exzesse, wie schlimm sie sich dabei fühlt usw.

Sie erkennt, dass sie zugrunde geht, wenn sie so weiterlebt. Der Einstieg zum Ausstieg gelingt ihr mit Hilfe der anonymen Alkoholiker, deren Programm sie jedoch  nicht einfach so für sich übernehmen will. Sie bricht das Programm für sich erst einmal ab und beschließt von London wieder auf die Inseln ihrer Kindheit, die Orkneyinseln, zurückzukehren.

Dann folgen Beschreibungen von der Schönheit und zugleich Rauheit der unbändigen Natur auf diesen Inseln, die unzähligen Wetterphänome, verschiedene Polarlichter und  vieles vieles mehr. Irgendwann hatte ich das Gefühl einen Reiseführer über diese Inseln mit sämtlichen geschichtsträchtigen Ereignissen und jeweiligen dazugehörigen Daten, Sehenswürdigkeiten, Sagen, Legenden, Gepflogenheiten der Bewohner und Besonderheiten der Tierwelt,, wie viele von welchen Tieren dort leben, usw.,  zu lesen.

Sie versucht in der abgeschiedenen rauen Inselnatur die Punkte der AA für sich umzusetzen, in dem sie lange Spaziergänge, Tierbeobachtungen und Nachtwanderungen und viel im Meer schwimmen geht; was ihr auch gelingt und sie merkt, wie gut ihr die Natur tut und schließlich, wie viel wohler sie sich fühlt - auch ohne Alkohol.

 

Rezension von Helga Böttinger

 

 

 

Melinda Salisbury: Goddess of Poison – Tödliche Berührung

Bloomoon Verlag, 348 S., 17,99 €

 

Das Buch erzählt die Geschichte eines Mädchens, dass aus ihrem Leben gerissen und in das von Intrigen geprägte Leben eines Hofstaats geworfen wird. Während des gesamten Buches findet ein Aufdeckungsprozess statt, der zu Beginn des Buches in dem Maß nicht abzusehen war. Das Erwachsenwerden und sich selbst finden macht die Protagonistin sympathisch. Spannend wird die Geschichte durch die unklare Einteilung der Personen in Gut und Böse, die erst nach und nach erkannt werden kann, da die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird und der Leser mit der Protagonistin Twylla mitlernt. Ein sehr schönes Detail, das in die Geschichte, die nicht in der realen Welt spielt, eingeflochten ist, sind die Märchen „Dornröschen“ und „Der Rattenfänger“. Ein offenes Ende ermöglicht eine Fortsetzung, wobei diese nicht zwingend notwendig ist. Lesenswert für Personen, denen zum Beispiel „Die rote Königin“ von Victoria Aveyard gefallen hat.

 

Rezension von Laura Rau

 

 

 

 

Catherine Bennetto: Und jetzt auch noch Liebe

Aufbau Taschenbuch, 464 S., 12,99 €

 

Eine urkomische Geschichte über eine Frau, die ihr Leben in wenigen Monaten komplett umkrempeln muss. Sehr lustig, auch die Nebenpersonen sind so kurios lustig, dass man sie einfach lieben muss. Ich habe schon sehr lange nicht mehr so über ein Buch lachen können. Sehr detailreich und etwas kompliziert geschrieben, deshalb kann es nicht einfach an einem Abend durchgelesen werden. Das macht aber auch den Charme der Geschichte aus, die immer wieder eine neue Überraschung bereit hält, mit der so nicht gerechnet wurde.

  

Rezension von Laura Rau